Die Evenburg

Die Ursprünge der Evenburg gehen zurück auf den niederländischen Oberst Ehrentreuter, der das niederländisch-barocke Wasserschloss 1642-50 für seine Ehefrau Eva von Ungnad erbauen ließ. Das Schloss kam dann in den Besitz der Grafen von Wedel und wurde 1850 im Stil der Neogotik umgebaut. Zum Schloss gehören die Vorburg von 1703, der Meierhof und der Elfriedenhof als alte Wirtschaftsgebäude. Vom Krieg stark beschädigt, wurde die historische Fassade nach dem Krieg vereinfacht wieder aufgebaut.

 
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Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung kam das Schloss 1975 in den Besitz des Landkreises Leer und wurde nun aufwändig saniert. Der Park präsentiert sich wieder als englischer Landschaftspark, in dem man jederzeit spazieren gehen kann. Auf einem verschlungenen Wegenetz kommt man an Teichen und künstlich angelegten Bachläufen vorbei und entdeckt viele Baum- und Buscharten. Besonders schön ist der Park im Frühling, wenn Narzissen und Buschwindröschen dichte Teppiche bilden. Die übertünchten und ihres Schmuckes beraubten Räume des Schlosses wurden in detektivischer Feinarbeit in ihrer ursprünglichen Fassung (Festsaal) oder der Zweitfassung vom Ende des 19. Jh. (Foyer) wiederhergestellt. Die Fassade hat ihre Giebel, Türme und Gesimse wieder. Das Schloss wird durch Freizeit- und Kulturangebote eine Bereicherung des kulturellen Lebens in Ostfriesland.

Monika van Lengen

 
Die Evenburg (LKLeer)

Schloss Evenburg, Zentrum für Gartenkultur
Am Schlosspark 25
26789 Leer-Loga
Tel.: 0491 9975-6000
www.schloss-evenburg.de
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Öffnungszeiten Schloss: 18. März bis 31. Okt.: täglich 10.00 Uhr - 18.00 Uhr, 1. Nov. bis 10. Jan.: täglich 11.00 Uhr - 17.00 Uhr, geschlossen am 24.,25. u. 31. Dezember und am 1. Januar, vom 11. Jan. bis 17. März für Besucher geschlossen.
Eintrittspreise: Erwachsene 5 €, Kinder & Jugendliche bis 17 Jahre frei. Behinderte ab 50 % 3,00 €, Schwerbehinderte 100 % frei, Gruppen ab 14 Personen 4,00 € p.P., Jahreskarte 20,00 €, Inhaber einer Ehrenamtskarte 4,00 €.

Öffentliche Führungen im Schloss Evenburg werden sonn- und feiertags jeweils um 11.00 Uhr und 14.30 Uhr angeboten. Gruppenführungen sind ganzjährig möglich. Preise: 8,00 € incl. Eintritt
Gruppenführungen nach Anmeldung: bis 20 Personen 40,00 € zzgl. Eintritt, Theaterführung ab 50,00 € zzgl. Eintritt, Kindergarten/Schulklassen 2,00 € pro Kind, 1 erw. Begleitperson frei (nur mit angemeldeter Führung ).
Veranstaltungen: Sonderausstellungen, Konzerte, Park: Größe 18,5 ha. Frei zugänglich. Veranstaltungen: Gartenfeste, Konzerte.
DB Leer 2,3 km vom Bahnhof, Fahrradverleih. Zertifiziert „Reisen für Alle“; im Park sind Hunde an der Leine erlaubt, im Schloss sind keine Hunde gestattet. Aktuelle Veranstaltungen sind unter www.wirmachenkultur.de zu finden. In der Vorburg hat das Café die Tel.Nr.0491-99236723

 
Die Haneburg (LKLeer)

Die Haneburg

Die Ursprünge der heutigen Haneburg reichen zurück bis in das 16. Jahrhundert, in dem der letzte Drost von Leerort, Leer, Hinte und Uttum, Herr Claes Frese, Ländereien an der Blinke in Leer aufkaufte und dort ein Herrenhaus errichtete. Es wurde im Volksmund „van-Frese-Huus“ genannt. Nach Erbauseinandersetzungen mit anderen Familienmitgliedern wurden Jost Hane und Adda Frese alleinige Besitzer des Fresenhauses. Auf dieses Ereignis weist ein Stein mit der Inschrift „Anno 1616“ hin. Das ursprüngliche Gebäude, ein typisches Bauwerk der Spätrenaissance niederländischen Stils, bildet den Südwestflügel der heutigen Haneburg. Im Jahre 1621 errichteten die Eheleute Hane-Frese ein weiteres Haus. Dieses bildet den heutigen Mitteltrakt.

 
Veranstaltungen im Garten der Evenburg (LKeer)

Erst 1935, nachdem die Haneburg verschiedene Eigentumswechsel durchlief, ließ die Stadt Leer als derzeitiger Eigentümer den Nordostflügel errichten. Die Haneburg als gesamtes Bauwerk ist als Baudenkmal eingestuft. Im Jahre 1973 hat der Landkreis Leer die Haneburg von der Stadt Leer übernommen. In den folgenden Jahren bis 1976 erfolgte eine umfangreiche Sanierung der Haneburg. In der Haneburg ist die Volkshochschule Leer e. V. untergebracht. Die im Erdgeschoss befindlichen Vortragssäle und das Foyer werden regelmäßig für Kurse und Ausstellungen der Volkshochschule sowie für Lehrgänge des Niedersächsischen Studieninstitutes für kommunale Verwaltung e. V. zur Verfügung gestellt. Die Nutzfläche der Haneburg beträgt ca. 800 qm. Die Grundstücksgröße der Haneburg einschließlich des an der Blinke gelegenen Parkplatzes beträgt ca. 12.500 qm.

 
Gut Stikelkamp (LKLeer)

Das Gut Stikelkamp

Eher verborgen und abseits der großen Straßen liegt das Gut Stikelkamp inmitten eines 59 Hektar großen Waldes und umgeben von einem Park mit seltenen Bäumen. Das Gut Stikelkamp war einst Vorwerk des ehemaligen Johanniterklosters Hasselt in Hesel. Die Johanniter konzentrierten sich nicht vorrangig auf die Seelsorge, sondern auf die Ausnutzung sich bietender wirtschaftlicher Möglichkeiten in Ostfriesland. 1522 wurde das Vorwerk aufgrund der durch die Reformation einsetzenden Säkularisierung zur Erbpacht freigegeben. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde das Gut regelmäßig verpachtet, was sich allerdings nach der Übernahme des Besitzes durch den Kriegsrat Lantzius–Beninga änderte. Seit 1784 leistete die Familie die selbstständige Bewirtschaftung des Gutes und machte es darüber hinaus zu ihrem ständigen Wohnsitz. Eine gepflegte Tradition der Familie Lantzius-Beninga war die Ausstellung von Gemälden und Ahnenporträts, die heute noch den Schwerpunkt der Sammlung bilden. Dadurch ist der heutigen Öffentlichkeit ein wichtiges Zeugnis ostfriesischer Familiengeschichte in den über die vergangenen Jahrzehnte kontinuierlich restaurierten Räumlichkeiten zugänglich.

 
Gut Stikelkamp (LKLeer)